Hilde Obels-Jünemann

(* 2. Juli 1913 in Hannover, + 23. Juli 1999 in Hambühren)

Ausbildung und Beruf
Als Tochter eines Dachdeckermeisters wird Hilde Obels in Hannover geboren. Sie besucht zunächst die Bürgerschule, dann das Lyzeum und schließlich die höhere Handelsschule. Im Anschluss arbeitet sie ab 1932 als Buchhalterin, Sekretärin und Auslandskorrespondentin, bevor sie sich 1937 als Steuerberaterin selbstständig macht. Später wird sie Gesellschafterin und Aufsichtsratsmitglied in verschiedenen Unternehmen.

Politischer Werdegang
Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg tritt sie in die SPD ein und engagiert sich fortan konstant. Bereits am 23. August 1946 bis zum 29. Oktober 1946 ist sie für die SPD Mitglied des Ernannten Hannoverschen Landtages. Schon zu dieser Zeit kümmert sie sich um die Finanzen des Landes als Vorsitzende des Ausschusses für die Prüfung der Haushaltsrechnungen. Die gleiche Aufgabe wird ihr als Mitglied des Ernannten Niedersächsischen Landtages zwischen dem 9. Dezember 1946 und dem 28. März 1947 zuteil.

Sie wird schließlich für den Wahlkreis Hannover-Südost in den Niedersächsischen Landtag gewählt und bleibt dort 5 Wahlperioden Abgeordnete der SPD-Fraktion von 1947 bis 1970. Zwischen dem 30. Mai 1951 und dem 20. Juni 1970 ist die Schriftführerin des Niedersächsischen Landtages. Ihre finanzpolitische Laufbahn setzt sie auch in diesem Landesparlament fort; so ist sie vom 31. Januar 1950 bis zum 30. April 1951 wieder Vorsitzende des Ausschusses für die Prüfung von Haushaltsrechnungen, vom 5. Oktober 1951 bis zum 5. Mai 1963 Vorsitzende des Unterausschusses „Prüfung der Haushaltsrechnungen“ des Ausschusses für Haushalt und Finanzen und schließlich vom 12. Januar 1961 bis zum 5. Juni 1967 Vorsitzende des Ausschusses für Haushalt und Finanzen.

Als „Frau der ersten Stunde“ im niedersächsischen Parlament war sie auch bekannt für ihre rhetorische Schlagfertigkeit. So schnupperte sie beispielsweise in einer Debatte 1962 am leeren Glas ihres Vorredners Karl Heidenblut (CDU) und sagte im Anschluss: „Ich habe feststellen wollen, ob Whisky drin war, weil ich sonst einige Ausführungen meines Herrn Vorredners unverständlich fände.“

Bereits zu Lebzeiten hat Hilde Obels-Jünemann die Idee einer Stiftung, die sich als Treffpunkt für soziale Kontakte besonders für ältere Menschen versteht. Nach ihrem Tod wird die Stiftung 2000 verwirklicht und ist seither in Hambühren im Wiesenweg 48 zu Hause.

von Lars Kelich

Der 80. Geburtstag  

 

   
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